Nebenkirchen

Auf dem Pfarrgebiet von St. Peter befinden sich eine ganze Reihe von bedeutenden Kirchen-gebäuden, u. a. eine der wohl am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten Münchens, die berühmte Asamkirche mit dem Patrozinium St. Johannes Nepomuk in der Sendlinger Straße.

St. Johannes Nepomuk (Asamkirche)

Patrozinium: 16. Mai

Die prachtvolle und kunsthistorisch bedeutsame Asamkirche unter dem Patronat des hl. Johannes Nepomuk ist eines der besonderen Schmuckstücke unter den zahlreichen Münchner Kirchen. Sie hat einen ebenso religiösen wie künstlerischen Entstehungshintergrund. Ohne Auftraggeber und als reine Privatkapelle von den Gebrüdern Asam zwischen 1733 und 1746 zur größeren Ehre Gottes und zu ihrem eigenen Seelenheil erbaut stellt sie zugleich das überragende künstlerische Meisterwerk der berühmten Barockbaumeister dar. Egid Quirin und Cosmas Damian bewohnten damals ein Anwesen in der heutigen Sendlinger Straße und bauten diese Kapelle auf einem Nachbargrundstück auf einer Fläche von nur 22 x 8 Metern. Die barocke Fassade ist eingebunden in die Häuserflucht der Sendlinger Straße und so für Ortsunkundige oftmals leicht zu übersehen. 

Egid Quirin Asam gestaltete den Kirchenbau so, dass es ihm möglich war, durch ein Fenster aus seinem Privathaus direkt auf den Hochaltar zu blicken. Auf Drängen der Bevölkerung mussten die beiden Brüder ihre Kirche schließlich doch öffentlich zugänglich machen. Konzipiert ist die Kirche als Beichtkirche; sieben Beichtstühle mit allegorischen Darstellungen zeigen das bis heute.

Die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg überstand die Asamkirche weitgehend unzerstört; lediglich der Chor wurde stark beschädigt, konnte aber bei einer Innenrestaurierung zwischen 1975 und 1983 in der ursprünglichen Form wiederhergestellt werden. Seitdem erstrahlen auch der Hochaltar, die Deckenfresken, der Marienaltar und die Dreifaltigkeitsfiguren in neuem Glanz.

In der Asamkirche ist an Sonn- und Feiertage jeweils um 10.00 Uhr hl. Messe; mittwochs wird um 18.30 Uhr und donnerstags und freitags um 17.00 Uhr regelmäßig die hl. Messe gefeiert. Zudem finden in der Asamkirche auch regelmäßige Meßfeiern der slowakischen Gemeinde statt. 

Adresse:
Kirche Asamkirche ( St. Johannes Nepomuk)
Sendlinger Str. 32
80331 München
Ansprechpartner:
Herr Matthias Mehnert Mesner
Tel.: 089 – 210 23 776 – 0 (erreichbar über das Pfarrbüro St. Peter)
E-Mail: St-Peter.Muenchen@ebmuc.de

Öffnungszeiten:
9.00 Uhr – 18.00 Uhr täglich

St. Anna (Damenstiftskirche)

Patrozinium: 26. Juli

Schon lange bevor die Damenstiftskirche im Hackenviertel weitgehend in ihrer heutigen Form im Jahr 1735 geweiht worden ist, standen an der Damenstiftsstraße 1 kleinere Gotteshäuser. 1440 errichtet Herzog Albrecht III. von Bayern eine Kapelle beim Haus der Indersdorfer Klostergemeinschaft in Altheim, damals noch ein selbständiges Dorf am heutigen ‚Altheimer Eck‘. Im Jahr 1496 musste die kleine Kapelle einem gotischen Neubau weichen, der nach Plänen von Lukas Rottaler errichtet worden ist. 

Im Jahr 1732 wurde unter Karl Albrecht, dem späteren Kaiser Karl VII., mit der Errichtung eines Neubaus begonnen, der 1735 fertiggestellt und geweiht wurde. Architekt war Johann Baptist Gunetzrhainer, die Innenausstattung übernahmen die Brüder Asam. Als Klosterkirche der Salesianerinnen, die das Damenstift betreuten, eine Einrichtung zunächst nur für adlige Mädchen und Damen, erhielt die Kirche unter dem Patronat der hl. Anna die Bezeichnung als Damenstiftskirche. 

Die Damenstiftskirche wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört und erst 1980 erfolgte die Wiederherstellung durch Erwin Schleich. Das Deckengemälde von Cosmas Damian Asam, das Altarbild der hl. Anna Selbdritt von Joseph Ruffini und die Verherrlichung des hl. Franz von Sales von Balthasar Augustin Albrecht können heute wieder weitgehend rekonstruiert in ihrer alten Pracht bewundert werden.

Die Damenstiftskirche St. Anna wird von Patres der Priesterbruderschaft St. Petrus betreut, die hier die hl. Messe nach dem Meßbuch von 1962 in der sog. außerordentlichen Form des Römischen Ritus feiern. Hl. Messe (in forma extraordinaria) ist an Sonn- und Feiertagen um 9.30 Uhr, montags und samstags um 8.00 Uhr sowie dienstags bis freitags um 18.00 Uhr.

Adresse:
Kirche Damenstiftskirche ( St. Anna)
Damenstiftsstr. 1
80331 München

Ansprechpartner:
Tel.: 089 – 210 23 776 – 0 (erreichbar über das Pfarrbüro St. Peter)
E-Mail: St-Peter.Muenchen@ebmuc.de

Öffnungszeiten:
9.00 Uhr – 18.00 Uhr täglich

St. Stephan

Patrozinium: 26. Dezember

Die Nebenkirche St. Stephan liegt am nördlichen Ende des Alten Südfriedhofs. Sie wurde 1674 bis 1677 von Georg Zwerger erbaut und diente ursprünglich als Friedhofskirche. Der typische Zwiebelturm beherbergt zwei kleine Bronzeglocken. In den Jahren 2004 bis 2006 renoviert, erstrahlt seitdem vor allem die Stuckdecke in neuem Glanz. 

In St. Stephan finden sich insgesamt drei Altäre, wobei das Hochaltarbild das Martyrium des hl. Stephanus zeigt. Die Altarblätter sind im Original erhalten. Als weitere Kunstwerke finden sich im Kircheninneren ein zeitgenössischer in Öl gemalter Kreuzweg sowie eine überlebensgroße Holzfigur des hl. Josef.

An Sonn- und Feiertagen wird in St. Stephan um 8.30 Uhr die hl. Messe gefeiert, mittwochs um 17.30 Uhr. Zudem finden hier regelmäßig Meßfeier der slowakischen und tschechischen muttersprachlichen Gemeinde statt.

Adresse:
St. Stephan
Stephansplatz 2
80337 München

Ansprechpartner:
Sigrid Thalhammer, Mesnerin
Tel.: 089 – 210 23 776 – 0 (erreichbar über das Pfarrbüro St. Peter)
E-Mail: St-Peter.Muenchen@ebmuc.de

Öffnungszeiten:
9.00 Uhr – 18.00 Uhr täglich

Allerheiligenkirche am Kreuz (Kreuzkirche)

Patrozinium: 1. November

1478 wurde der Friedhof der Pfarrei St. Peter ins Hackenviertel am Sendlinger Tor verlegt. Jörg von Halsbach, genannt Ganghofer, der Baumeister der Frauenkirche, erbaute diese ursprüngliche Friedhofskirche, als eine von wenigen Kirchen der damaligen Zeit nicht geostet, sondern nach Süden ausgerichtet. Aufgrund ihrer Ortslage an einer Kreuzung wurde die Allerheiligen-Friedhofskirche auch Kreuzkirche genannt.

Der unverputzte, dreijochige Rohziegelbau mit Turmhelm und vier gekappten Giebeln wurde 1485 geweiht; im Langhaus ist heute noch ein gotisches Netzgratgewölbe erhalten. In der Zeit nach 1493 erhielt die Kirche den mächtigen Chorturm, der ihr bis heute das typische Aussehen verleiht.

Das gotische Gotteshaus wurde 1620 barockisiert und der Ostchor erhielt ein barockes Tonnengewölbe mit Stichkappen. Im Jahr 1814 regotisiert erscheint die Kreuzkirche heute wieder weitgehend in ihrer ursprünglichen Form. 

Der Turm beherbergt zwei Glocken aus dem 18. und 19. Jahrhundert in den Schlagtönen gis1 und h1. 

Die Allerheiligenkirche am Kreuz beheimatet die älteste Bruderschaft Bayerns, die Isidor- und Notburga-Bruderschaft.

In der Allheiligenkirche am Kreuz feiert sowohl die portugiesische muttersprachliche Gemeinde als auch die koreanische Mission und litauische Gemeinde regelmäßig Sonntagsgottesdienste, ebenso die Isidor- und Notburga-Bruderschaft.

Adresse:
Kirche Kreuzkirche ( Allerheiligen am Kreuz)
Kreuzstr. 10
80331 München

Ansprechpartner:
Herr Matthias Mehnert Mesner
Tel.: 089 – 210 23 776 – 0 (erreichbar über das Pfarrbüro St. Peter)
E-Mail: St-Peter.Muenchen@ebmuc.de

Öffnungszeiten:
9.00 Uhr – 18.00 Uhr täglich

St. Jakob am Anger

Patrozinium: 25. Juli

St. Jakob am Anger, genannt Jakobskirche, ist eine nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig neu erbaute Kirche in der Altstadt Münchens. Direkt am St.-Jakobs-Platz gelegen, wurde die Kirche wie die meisten Gebäude an diesem Platz bis auf die Grundmauern zerstört und zwischen 1955 bis 1957 nach Plänen von Friedrich Haindl neu errichtet. Die Fresken stammen von Bill Nagel, die Plastik des Hochaltars schuf Josef Henselmann. 

Schon am Ende des 12. Jahrhunderts stand am Unteren Anger eine Kapelle, die dem hl. Jakobus geweiht war. Sie markierte den Anfangspunkt des Münchner Jakobsweges. Um 1240 entstand dort eine Klosterkirche des Franziskanerordens, die diese knapp 50 Jahre später an den Klarissen-Orden übergaben. Besonders wertvoll sind die aus dem 14. Jahrhundert stammende Sandsteinskulptur des Apostels Jakobus sowie die spätgotischen Skulptur des Apostels Jakobus von Erasmus Grasser. Sehenswert ist auch die Bronzestatue des Apostels Jakobus, die 1956 von Anton Rückel entworfen und vor der Kirche aufgestellt wurde.

Bei der Säkularisierung am Anfang des 19. Jahrhunderts sollte die Kirche meistbietend versteigert werden und blieb nur wegen anhaltender Proteste der Münchner Bevölkerung erhalten. Weitere 40 Jahre später erhielt das Kirchengebäude durch die Vermittlung von König Ludwig I. und die Übernahme der Kirche durch die von der seligen Maria Theresia Gerhardinger gegründeten Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau erneut einen Verwendungszweck als Klosterkirche. 

In der Klosterkirche St. Jakob am Anger wird montags bis freitags um 6.30 Uhr die hl. Messe gefeiert, an Samstagen um 7.00 Uhr und sonntags um 7.30 Uhr. 

Adresse:
St. Jakob am Anger
Unterer Anger 2
80331 München

Ansprechpartner:
Pforte: 089-23179-0
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Öffnungszeiten:
9.00 Uhr – 18.00 Uhr täglich

Sieben Schmerzen Mariä – früher St. Elisabeth (Herzogspitalkirche)

Patrozinium: 15. September (früher: 19. November)

In der Herzogspitalstraße in der Münchner Altstadt liegt auf dem Gelände des ehemaligen Herzogspitals die gleichnamige Kirche. Zu diesem Spital, das Herzog Albrecht V. im Jahr 1555 für sein Hofpersonal errichten ließ, gehörte früh auch eine eigene Kirche.

Im Jahre 1727 wurde ein barocker Neubau der Kirche von Johann Baptist Gunetzrhainer unter dem Patronat der hl. Elisabeth geweiht. Ein Jahr später begannen hier Servitinnen in einem neuen Klosterkonvent mit der Ewigen Anbetung des Altarsakramentes. Weit über die Grenzen Münchens bekannt wurde die Herzogspitalkirche jedoch vor allem aufgrund des Gnadenbildes der Schmerzhaften Gottesmutter von Tobias Bader aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, das bis ins 20. Jahrhundert hinein Ziel zahlloser Wallfahrten und Bußgänge war.  

Im Zweiten Weltkrieg wurden Herzogspital und Kirche fast gänzlich zerstört. Der Turm wurde in seiner ursprünglichen Form wieder errichtet, die Kirche in den Jahren 1956/57 durch einen Neubau von Alexander Freiherr von Branca ersetzt, der unter das Patrozinium der Schmerzhaften Gottesmutter gestellt wurde. Als Ordenskirche der Servitinnen, deren Kloster direkt mit der Kirche verbunden ist, wird dort bis heute von Ordensfrauen und Gläubigen die Ewige Anbetung gehalten. 

An Sonn- und Feiertagen ist um 8.00 Uhr und 11.30 Uhr hl. Messe, montags bis samstags um 10.00 Uhr.

Adresse:
Herzogspitalkirche
Herzogspitalstraße 7
80331 München

Ansprechpartner:
Pforte: 089 / 26 03 684
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Öffnungszeiten:
9.00 Uhr – 18.00 Uhr täglich